Lokalisierung

LokalisierungSie kennen es sicherlich auch aus Ihrem Urlaub in Österreich, Südtirol oder der Schweiz. Eine einfache Bestellung im Restaurant oder Wegbeschreibung kann sich zu einem Abenteuer entwickeln und Sie stellen dann fest: Deutsch ist nicht gleich Deutsch!

Gleiche Sprachen verwenden unterschiedliche Grammatikregeln und haben einen anderen Wortschatz. Allein im Englischen gibt es Unterschiede zwischen Großbritannien, den USA und Australien. Das Portugiesisch und Spanisch ist in Europa anders als in Lateinamerika. Die Ursache hierfür ist in der Geschichte zu finden. Im 15. Jahrhundert  begann mit den Entdeckungsreisen von Christoph Kolumbus die europäischen Expansion nach Afrika und Amerika,  zunächst von Portugal und Spanien, später gefolgt von Großbritannien, den Niederlande und Frankreich. In den Kolonien entwickelte sich unter dem lokalen Einfluss der Sprache der einheimischen Bevölkerung aus der Sprache der Besatzungsmacht vielfältige Sprachvariationen. Viele dieser ehemaligen Kolonien behielten diese Kolonialsprachen auch nach Erlangung ihrer Selbständigkeit bei. So ist heute Englisch in 84 Ländern Amtssprache, Französisch in 44, Spanisch in 21 und Portugiesisch in 10 Ländern.

 

Häufig greifen Unternehmen auf kostengünstige Übersetzungen durch Mitarbeiter zurück, die die Zielsprache in der Schule oder im Studium erlernt haben. Oder Sie verwenden Dokumente, die für den europäischen Markt erstellt wurden, für Kunden in Südamerika.

Wenn auch in Europa meist die klassische Übersetzung ausreicht, kann diese für den Gebrauch in Übersee oft ungenügend sein. Viele Wörter haben in anderen Sprachregionen eine andere Bedeutung, so dass auf Grund der Nichtlokalisierung negative Situationen und unter Umständen juristische Probleme entstehen können.

 

Bei der Lokalisierung wird die Übersetzung an die vorherrschenden lokalen, kulturellen und sprachlichen Besonderheiten des Ziellandes adaptiert. Diese erfolgt unter Berücksichtigung linguistischen Besonderheiten, kultureller Gepflogenheiten und stilistischer Aspekte.

Grundsätzlich müssen neben der Sprache und den nationalen und lokalen Gegebenheiten u. a. folgende Aspekte in Übereinstimmung gebracht werden: Datumsformate, Zeit-Formate, Telefonnummern-Formate, Währungsbezeichnungen, Temperatureinheiten, Mengenangaben, Maßeinheiten, Symbole, Sonderzeichen Preis-Formate und Leserichtung.

Meist müssen auch Texte auf Schaltflächen, Buttons, in Grafiken und Bildern angepasst werden. Da die Länge von Wörtern und Sätzen in verschiedenen Sprachen sehr unterschiedlich ausfallen können, besteht die Notwendigkeit einer Angleichung insbesondere in Bereichen oder Schaltflächen mit festen Höhen- und Breitenangaben.

Neben den textlichen und kulturellen Eigenschaften eines Dokuments werden bei der Lokalisierung je nach Bedarf auch Farbgebung und Layout auf das Zielland ausgerichtet. Im Endergebnis der Lokalisierung erhalten Sie ein Produkt, dass den Eindruck vermittelt, eigens für den Zielmarkt entwickelt worden zu sein.

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